Digitalisierung, ERP

Mit Predictive Maintenance zur nahtlosen Wertschöpfungskette in der Projektfertigung

Michael Wilp01.10.2021

Stellen Sie sich vor, Sie könnten mit einem Knopfdruck den Status Ihrer Anlagen abrufen oder Sie könnten Ihre Produkte während der gesamten Wertschöpfungskette digital einsehen. Gehen wir noch einen Schritt weiter: Sie könnten Fehler schon vor ihrem Auftreten beheben. Dank der Möglichkeit, den gesamten Produktlebenszyklus abzubilden, sind diese Szenarien sind mittlerweile Realität.

Alles im Blick

Was genau verstehen wir unter End-to-End? In diesem Zusammenhang meinen wir damit, Produkte von der Entstehung über den Verkauf bis hin zur Wartung ganzheitlich digital abbilden zu können. Sie behalten also stets den gesamten Lebenszyklus im Blick.

Unternehmen sind für Lösungen dieser Art jedoch nach wie vor auf komplexe Anwendungen angewiesen, die das Arbeiten mühsam machen und eine Reihe voneinander losgelöster Systeme erfordern. Optimales Produkt-Lebenszyklus-Management sollte allerdings ohne Medienbrüche auskommen, zentral gesteuert werden können und auf allen Endgeräten bedienbar sein. In Zeiten der Digitalisierung muss es möglich sein, gemeinsam an Aufgaben zu arbeiten sowie orts- und zeitunabhängig auf alle wichtigen Dokumente zugreifen zu können.

ERP ist das Herz der Systemlandschaft 

Ein unverzichtbares Schlüsselelement bei diesem Ansatz ist das ERP-System, das die beschriebenen Anforderungen jedoch nicht allein erfüllen kann. Es bedarf eines nahtlosen Zusammenspiels mit anderen Zusatzkomponenten. Ein ERP-Systeme ist keine Einzellösung, mit der Sie möglichst viele Funktionen und Aufgaben bündeln können. Vielmehr muss es im Zuge der Digitalisierung ein Ziel sein, Software und Systeme lückenlos miteinander zu verknüpfen. Dies heißt konkret: Die einzelnen Bausteine (ERP, CRM, Data & Analytics, Modern Workplace usw.) müssen zu einem effizienten Gesamtsystem verbunden werden.  

Kurzum:
Weg vom klassischen ERP-System und hin zur individuellen Lösungsplattform. 

Predictive Maintenance 

Der zweite wichtige Faktor für solche End-to-End-Szenarien ist eine vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance). Fehler in den Anlagen, Geräten oder Systemen können immer auftreten und aufgrund von Produktionsausfällen und nachgelagerten Reparaturen hohe Kosten verursachen. Doch was passiert, wenn sich diese Fehler vorhersehen lassen? Was ist, wenn bereits heute bekannt ist, welches Teil morgen ausfällt? Beim Predictive Maintenance werden kritische Maschinenelemente mit Sensoren ausgestattet, die kontinuierlich Daten senden. Aus dieser Vielzahl an Informationen werden relevante Werte selektiert und entsprechend aufbereitet, die Hinweise über den Zustand einer Maschine liefern. Dadurch lässt sich vorhersehen, wann kritische Schwellwerte überschritten werden, die einen eventuellen Ausfall verursachen könnten. Die Informationen können als grafische Analyse aufbereitet und auf Smartphones oder Tablets bereitgestellt werden. Die Verantwortlichen haben jederzeit Kenntnis darüber, wie es um eine Anlage bestellt ist, und werden von Maschinenfehlern nicht überrascht. Wartungsarbeiten oder die Neuanschaffung von Maschinen kann frühzeitig eingeplant und umgesetzt werden.  

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Wartungsarbeiten können mit Predictive Maintenance nicht nur vorhergesehen und entsprechend getaktet werden, sondern Reparaturen können mithilfe einer erweiterten Realität (Augmented Reality) auch schneller, günstiger und effizienter denn je durchgeführt werden. Beim Eintreten eines Problems – oder vielmehr beim Erkennen eines bevorstehenden Fehlers – werden vor Ort die Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Der Wartungsservice ist mit der Zentrale verbunden, die den Fehler identifiziert hat und entsprechende Anweisungen gibt. So sparen Unternehmen Ressourcen und Kosten, weil die Zentrale gleich mehrere Servicetechnikerinnen oder -techniker unterstützen kann, die während der Wartungsarbeiten Instruktionen erhalten. Ein nahtloser Wartungszyklus ist damit garantiert – dank Predictive Maintenance und Augmented Reality.  

Fazit 

Die gesamte Wertschöpfungskette von Anlagen oder Produkten lässt sich heute digital beschreiben und darstellen: von der Herstellung über die intelligente Verfolgung während des Einbaus bis hin zur vorausschauenden Instandhaltung. Solche End-to-End-Szenarien sind schon lange keine Zukunftsmusik mehr, sondern lassen sich heute bereits realisieren. Wir von COSMO CONSULT können Sie auf diesem Wege unterstützen und bringen Ihr Produkt-Lebenszyklus-Management auf die nächste Stufe! 

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Author:
Michael Wilp
Product Marketing Manager | COSMO CONSULT