Es wird Zeit für die digitale Fabrik

Die Digitalisierung im eigenen Unternehmen voranzutreiben, ist nach einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft Cap Gemini für rund 75 Prozent der befragten Unternehmen die derzeit größte Herausforderung. Ganz oben auf der Agenda stehen dabei Internet of Things (IoT)-Projekte. Obgleich die strategische Bedeutung digitaler Konzepte wie Industrie 4.0 längst erkannt ist, benötigt die Umsetzung offenbar mehr Zeit als gedacht. Kein Wunder, denn Digitalisierung geht weit über Prozessoptimierung hinaus.

Auf operativer Ebene sind digitalisierte Fertigungsbetriebe in der Lage, schneller, effizienter und flexibler zu produzieren – und das bei gleichzeitig steigender Qualität. Die Digitalisierung integriert Dateninseln, beseitigt Systembrüche und papierbasierte Arbeitsabläufe. Sie unterstützt Arbeitsteilung, mehrstufige Lieferketten und moderne Beschäftigungsmodelle. Und es gibt eine weitere, strategische Dimension: Die Digitalisierung liefert Informationen, aus denen neue Produkte entstehen und mit denen herkömmliche Produkte smarter und intelligenter werden.

Der digitale Industriestandort

Die Digitalisierung und dabei ganz speziell das Internet der Dinge verändert zunehmend unser Privatleben:

  • Wenn wir ein Hotel suchen, nutzen wir selbstverständlich das Internet, Google Maps und am besten noch Street-View, um uns einen Eindruck zu verschaffen.
  • Der private Gasverbrauch wird immer häufiger von Funksensoren gemessen und gemeldet.
  • Intelligente Mülltonne behalten den Füllstand im Blick und melden den individuellen Leerungsbedarf.
  • Sensoren überwachen freie Parkplätze und lotsen Autofahrer per App dorthin.

Die spannende Frage lautet: Was macht die Digitalisierung mit klassischen Industriestandorten? Werden sie früher oder später zu Smart Industry Parks? Zu Orte, in denen wir bequem navigieren und wie in einem Hotel einchecken. Das setzt voraus, dass wir unsere Produktionsstätten mit einem digitalen Lageplan versehen und Besuchern rollenbasierte Informationen sowie Assistenz-Apps aus der Cloud anbieten. Dann könnten wir bereits bei der Besucheranmeldung per Smartphone Registrierung und Sicherheitseinweisung erledigen. Standortbetreiber und Industriebetriebe könnten Besucher, Lieferanten und Servicepartner über Online-Portale mit mobilen Business Apps bereitstellen, um digital zu erfassen und mit aktuellen Informationen zu versorgen.

Heute verwenden wir viel Zeit, um Besucher zu registrieren, ihren Aufenthalt zu genehmigen, zu verfolgen und später nachzuweisen. Mit der Digitalisierung wird künftig alles einfacher. Das Einsparungspotential ist enorm, denn ganze Prozessketten entfallen. Die Digitalisierung beginnt bereits vor dem Werkstor, wobei die Sicherheit an erster Stelle steht.

Digitale Transformation bedeutet, über eigene Unternehmensgrenzen hinweg mit Lieferanten, Partner, Servicedienstleistern und Besuchern durchgängig digital zusammenzuarbeiten. Hierfür ist der Produktionsstandort Schritt für Schritt zu digitalisieren. Cloud-Portale helfen, mit in- und externen Partnern zu kommunizieren und die jeweils benötigten Informationen zeitnah, etwa über mobile Business Apps, bereitzustellen.

Die smarte Fabrik

Das Modell der smarten Fabrik spiegelt die digitale Transformation in vertikaler Richtung – ausgehend vom Sensor an der Maschine bis zum ERP-System auf der oberen kaufmännischen Ebene. Damit Digitalisierung funktioniert, sind IT-Systeme, Maschinen, Sensoren, ja sogar Werkteile und Halbfabrikate zu vernetzen – untereinander und miteinander. Auf diese Weise werden Systembrüche und Kommunikationslücken geschlossen. Das Idealszenario ist die vollautomatische Produktion: Werkstücke kommunizieren mit Maschinen. Sie finden automatisch ihren Weg durch die Fertigung und melden laufend ihren Bearbeitungsstatus. Maschinen und Anlagen erkennen ihren Wartungsbedarf selbst, sodass Stillstand planbar und auf ein Minimum reduziert wird.

Digitalisierung betrifft die gesamte Supply Chain

Deutschlands bekannteste Digitalisierungsinitiative „Industrie 4.0“ umfasst nicht nur Fertigung und produktionsnahe Bereiche – wie etwa Materialwirtschaft, Qualitätssicherung oder Betriebslogistik – sondern das gesamte Unternehmen und die komplette Supply Chain. Das ist nicht überraschend, denn in der Zusammenarbeit zwischen Organisationen steckt das größte Optimierungspotenzial.

Mittelstand steht noch am Anfang

Vergleicht man das Konzept für die Fabrik der Zukunft mit der aktuellen Situation im Mittelstand, ist die Diskrepanz zur Realität noch relativ groß. Immerhin, den Baukasten für die smarte Fabrik, den gibt es längst: Egal, ob intelligente Maschinen, Tags und Sensoren oder Cloud-Lösungen für Produktionssteuerung & Data Analytics-Szenarien – die Technologien sind ausgereift und praxiserprobt. Technisch ist die smarte Fabrik also kein Problem. Die eigentliche Herausforderung liegt auf strategisch-organisatorischer Ebene, denn Industrie 4.0 verändert die Wirtschaftswelt. Drei Beispiele:

  • Durch die Digitalisierung entstehen neue Geschäftsmodelle, indem beispielsweise Produkte mit Informationen und ergänzenden Dienstleistungen verknüpft werden. Um künftige Marktanforderungen aufzugreifen, bedarf es Kreativität, unternehmerischen Denkens und der Bereitschaft, Neuland zu erkunden.
  • Mit der Digitalisierung steigt der Bedarf an qualifiziertem Personal mit hoher IT-Affinität. Doch solche Mitarbeiter sind schon jetzt schwer zu bekommen.
  • Nicht mehr Unternehmen oder einzelne Abteilungen stehen im Fokus, sondern die gesamte Wertschöpfung über Unternehmensgrenzen hinweg. Der veränderte Betrachtungswinkel erfordert auch organisatorische Anpassungen.

Nicht auf die lange Bank schieben

Digitalisierungsprojekte sind komplex. Die Bandbreite der Anforderungen setzt ein multidisziplinarisch besetztes Projektteam voraus. Allerdings ist es riskant, ein solches Vorhaben auf die lange Bank zu schieben. Beispiele, wie digital-affine Markteinsteiger traditionelle Anbieter verdrängen und ganze Branchen verändern, gibt es mittlerweile viele.

Halten Sie also nicht zu lange an traditionellen Geschäftsmodellen fest. Lernen Sie die Digitalisierung kennen und bauen Sie neue Technologien langfristig in Ihre Geschäftsstrategie ein. Verknüpfen Sie Ihre Erfahrung mit neuem Wissen, um die Zukunft Ihres Unternehmens sichern. Noch ist Zeit. Wir von COSMO CONSULT begleiten Sie auf Ihrem Weg zum digitalen Unternehmen.

 

Fragen Sie unsere Experten

COSMO CONSULT verfügt über jahrelange Erfahrung bei Digitalisierungsprojekten in Segmenten wie Industrie, Bauwirtschaft, Handel oder Dienstleistungen. Unsere Angebote basieren auf einer klaren Vorgehensweise, auf detaillierte Kenntnisse der Branchenprozesse und auf einem exzellenten Produkt-Know-how. Unsere Experten beraten Sie gern über die Chancen moderner IoT-Technologien. Hierzu gehört beispielsweise die Integration von Sensoren, mobile Lösungen oder Online-Portale, um Partner, Dienstleister und Lieferanten in digitale Prozesse einzubinden. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Dann diskutieren wir darüber, wie Ihr Unternehmen von der Digitalisierung profitiert.

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