EFKON GmbH

Automatisierter Serviceprozess

Als die auf Verkehrsüberwachung und Verkehrssteuerung spezialisierte EFKON GmbH den Auftrag erhielt, ein Mautüberwachungssystem für belgische Autobahnen aufzubauen, stellten sich neue Anforderungen an die Unternehmenssoftware. Weil das ERP-System auf dem aktuellen Stand war, gelang es, einen automatischen, durchgängig elektronischen Serviceprozess zu etablieren – und so die Voraussetzungen für die digitale Mautüberwachung zu verbessern.

Unternehmensprofil

Die EFKON GmbH mit Sitz in Raaba/Graz zählt zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich der elektronischen Maut und der elektronischen Mautkontrolle. Zum Portfolio gehören zum Beispiel intelligente Transportsysteme (Intelligent Transportation Systems – ITS), elektronische Mautsysteme (Electronic Toll Collection – ETC), Mautüberwachungssysteme (Enforcement) oder Verkehrs-Telematik-Systeme (Traffic Telematic Solutions). EFKON besitzt signifikantes Know-how für alle Mauttechnologien und steht für maßgeschneiderte, schlüsselfertige Lösungen. Ausgehend vom Firmensitz in Raaba/Graz ist EFKON weltweit akiv – zum Beispiel in Asien, Europa und Afrika. ITS- und Verkehrs-Telematik-Lösungen sind wichtige Bausteine, um das weltweit wachsende Verkehrsaufkommen sinnvoll zu lenken und damit die Lebensqualität der betroffenen Menschen zu erhöhen.

EFKON und COSMO CONSULT (vormals ACP Business Solutions) verbindet eine langjährige Partnerschaft. Seit Anfang 2000 arbeitet das Unternehmen mit Microsoft Dynamics NAV. In der Folgezeit wurde das ERP-System laufend weiterentwickelt und aktualisiert. So kam beispielsweise das Branchenmodul cc|project für Projektdienstleister hinzu. Zudem wurde die Core-Version auf die Niederlassungen in Indien und Südafrika ausgerollt. 

ERP-System passte sich flexibel neuen Herausforderungen an

Erst kürzlich sicherte sich EFKON den Auftrag, das satellitengestützte Mautüberwachungssystem für das belgische Straßennetz umzusetzen. Für die Wartung und Reparatur der Mautüberwachungssysteme wurde ein eigenes Serviceteam in Belgien aufgebaut. Ein Computerized Maintenance Management System soll die Mitarbeiter dabei künftig unterstützen.

„Um das Softwareprojekt zu realisieren, mussten wir  Dynamics NAV um eine Helpdesk-Anwendung und eine mobile App für Servicetechniker ergänzen. Zudem galt es, das bestehende Servicemodul weiter auszubauen“, erklärt Bernhard Kahlbacher, Projektleiter, bei der EFKON GmbH. „Für uns als Softwarepartner war vor allem die knappe Projektdurchlaufzeit eine Herausforderung. Schließlich mussten wir neben Konzeption, Teststellung und Echtbetrieb, auch noch die Prozesse optimal automatisieren und die Telemetrie-Daten gezielt einbinden,“ ergänzt Manfred Rusek, Projektleiter bei COSMO CONSULT.

Der gesamte Serviceprozess ist digitalisiert

Mit der mobilen App wird der Serviceprozess weitgehend automatisiert: So meldet das Monitoring-System der Mautüberwachung Störungen und Servicefälle automatisch an den Helpdesk. Dabei wird ein Ticket generiert und einem Servicetechniker zugeordnet, der sich geografisch in der Nähe befindet und auch über das notwendige Fachwissen verfügt. Im weiteren Prozessverlauf wird der Techniker automatisch per SMS oder Mail benachrichtigt.

Vor Ort erfassen die Mitarbeiter Servicezeiten und getauschte Bauteile mit der mobilen App. Steht kein Internet zur Verfügung, lassen sich die Daten auch offline erfassen und speichern. Sie werden dann umgehend synchronisiert, sobald eine Datenverbindung besteht. Der aktuelle Status der Servicefälle wird dabei laufend mit der Leitstelle abgeglichen.

„Unser Ziel war es, den gesamten Ablauf in Dynamics NAV zu integrieren. Mit tatkräftiger Unterstützung von COSMO CONSULT ist uns das gelungen“, erklärt Bernhard Kahlbacher. Heute werden Austauschteile inklusive Seriennummern automatisch erfasst. Sie lassen sich damit jederzeit über die Anlagenhistorie verfolgen. Die laufende Wartung und die Beseitigung von Störmeldungen sind damit vollständig im ERP-System abgebildet. Werden Servicezeiten überschritten, sorgt ein vordefinierter Eskalationsprozess dafür, dass der Fall mit hoher Priorität bearbeitet wird. Eine intelligente, durchdachte Prozesskette, die eine reibungslose Mautüberwachung gewährleistet. Mit dem Projektverlauf ist Projektleiter Kahlbacher absolut zufrieden: „Dank des großen Engagements beider Seiten konnten wir das Projekt zügig umsetzen.“