Industriearbeitskreis diskutiert Digitalisierung großer Industrieparks

Björn Lorenz19.09.2017
[Translate to Österreich:] Bild: Tagungsraum

Smarte Technologien tragen dazu bei, die Arbeitsabläufe großer Industrieparks – hierzu zählen etwa Chemie- oder Raffineriestandorte – effizienter zu gestalten. Auf dem 1. Industriearbeitskreis „Smart Industry Park, Smart Asset“ diskutierten Parkbetreiber, Betreiber von Prozessanlagen, Anlagenbauer, Forschung und Technologieanbieter die Lösungsansätze der von Fraunhofer und der COSMO CONSULT-Gruppe gestarteten Initiative „Industrie 4.0 – Digitale Baustelle“ für den Smart Industry Park – Smart Assets. COSMO CONSULT, die Fraunhofer IFF und der VDMA unterstützten die gemeinsame Veranstaltung des FASA e.V.

Im September feierte der 1. Industriearbeitskreis zum Thema „Smart Industry Park, Smart Asset“ in Magdeburg Premiere. Hierzu hatten die Veranstalter FASA e.V. – ein Zweckverband zur Förderung des Maschinen- und Anlagenbaus – Industrieparkbetreiber, Anlagenbauer, Betreiber von Prozessanlagen und Zulieferer eingeladen. Industrieparks sind große, geschlossene Werksgelände. Hierzu gehören etwa Raffinerien oder Standorte der Chemiebranche. Die COSMO CONSULT TIC GmbH, der Thinktank der COSMO CONSULT-Gruppe, und das Forschungsinstitut Fraunhofer IFF unterstützten die Veranstaltung maßgeblich.

Digitalisierung sorgt für Effizienz in Industrieparks

[Translate to Österreich:] Bild: Tagung

Ziel des Industriearbeitskreises ist es, den Kontakt zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Anbietern smarter Technologien zu intensivieren. „Die Agenda bestimmen die Teilnehmer selbst. Wir diskutieren die Chancen und Potenziale smarter Technologien, um Industrieparks intelligenter, effizienter und nachhaltiger zu gestalten“, erklärt Udo Ramin, Geschäftsführer der COSMO CONSULT TIC GmbH in Magdeburg. Speziell bei technischen Projekten wie den Stillständen großer Anlagen – einem Zeitpunkt an dem oft hunderte Dienstleister auf dem Werksgelände unterwegs sind – kann es schnell zu Wartezeiten kommen. Etwa, weil das Werksgelände nur nach einer Sicherheitseinweisung betreten werden darf oder der Zugang zum Gewerk versperrt ist. „Mitunter liegen die unproduktiven Zeiten zwischen 30 und 40 Prozent. Digitale Technologien tragen dazu bei, einzelne Prozesse besser zu koordinieren und die Durchlaufzeiten zu verkürzen“, so Ramin. Funkbasierte Geo-Tags helfen beispielsweise, den Standort einzelner Fahrzeuge, Ausrüstungen und Maschinen zu finden, während Kontraktoren-Portale mit mobilen Apps langwierige Sicherheitschecks am Werkstor vermeiden. Beides spart massiv Zeit und sorgt für reibungslose Abläufe.

[Translate to Österreich:] Bild: Besuch des Technikmuseums

Erfolgreiche Premiere

Im Fokus des ersten Treffens stand die „Digitale Baustelle“, eine Initiative, die COSMO CONSULT gemeinsam mit dem Fraunhofer IFF vor knapp zwei Jahren ins Leben gerufen hat. Neben Vorträgen vom Elektronikkonzern Bosch, dem Pumpenhersteller EDUR und dem auf funkbasierte Sensoren spezialisierten Anbieter telent, berichteten Anwender aus dem Chemie- und Raffinerie-Umfeld von Ihren praktischen Erfahrungen mit smarten Technologien. „Wir hoffen, dass sich der Industriearbeitskreis als Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft etabliert“, betont Ramin. Das erste Treffen sei jedenfalls ein voller Erfolg, ergänzt er mit Blick auf die vielen positiven Feedback-Bögen. Inzwischen steht auch der Termin für das nächste Treffen fest: Fraunhofer IFF und der FASA e.V. laden zum 14. März 2018 ein.

Beitrag teilen

Schlagworte

Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Kommentar verfassen