Digitalisierung

Die Gratwanderung zwischen Code-Anpassungen, Low-Code/No-Code oder Standard?

Sami Al-Nader Faber

Die Wahl zwischen Code-Anpassungen, Low-Code/No-Code oder Standardlösungen ist eine Herausforderung, die viele Unternehmen bei der Implementierung eines ERP-Systems bewältigen müssen. Jede Option hat ihre Vor- und Nachteile, und die Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie den technischen und prozessualen Voraussetzungen des Unternehmens, dem geplanten Zielzustand und dem Umfang der Anpassungen.

Quo vadis im Projekt?

So vielfältig wie die Voraussetzungen sind, so individuell ist die Antwort auf die Frage. Code-Anpassungen bieten die Möglichkeit, individuelle Lösungen zu entwickeln, die genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten sind. Allerdings können sie auch teuer und schwer zu warten sein. Als Beispiel sei hier der Testaufwand zur Sicherstellung der „Updatefähigkeit“ genannt, die Ihnen die permanente Nutzung der neuesten Features von Microsoft ermöglicht. Low-Code/No-Code-Lösungen sind eine gute Alternative für Unternehmen, die schnell und kostengünstig Anpassungen vornehmen möchten. Im Rahmen einer Implementierung empfiehlt es sich eine gesunde Mischung im besten Sinne des Projektes zu finden. Die optimale Lösung sollte dabei nicht von einer Grundsatzentscheidung über den Weg vorbelastet sein. Vielmehr sollte der Weg gemeinsam unter Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen einzeln bewertet werden. Egal für welche Lösung Sie sich letztendlich entscheiden, am Ende sollen alle Prozesse wie Puzzlestücken ineinandergreifen und ein funktionierendes Gesamtsystem für Ihr Unternehmen abbilden.

Viele Möglichkeiten bieten viele Wege

Manchmal kann die Menge an möglichen Lösungsansätzen auch erdrückend sein. Es kann helfen einen Schritt zurückzutreten und sich das Gesamtzielbild vor Augen zu halten. Folgende Fragen können die Lösungsfindung erleichtern:

  • Ist der Prozess unternehmenskritisch?
  • Greift eine Anpassung in grundlegende Businesslogik ein?
  • Stehen Lösungen auf der Produkt-Roadmap von Microsoft in Aussicht?
  • Wie gestaltet sich das Application Lifecycle-Management (ALM)?
  • Welche Lizenzen werden für diesen Lösungsweg benötigt?

Unabhängig davon welche Entscheidung man am Ende trifft, hat dies einen Einfluss auf die Zeit nach der Umstellung. Gemeinsam bereiten wir die Zeit nach dem Projekt vor und berücksichtigen dabei die Einflüsse der Projektentscheidungen.

Fazit

Die Wahl hängt von verschiedenen Faktoren ab und sollte sorgfältig abgewogen werden. Es ist wichtig, die Implikationen des Lösungsweges nachhaltig zu verstehen und immer das Verhältnis von Aufwand und Nutzen im Auge zu behalten. Machen Sie mit uns die Entscheidungen im Projekt transparent.

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