Digitalisierung

Was bedeutet Cloud-Migration für das eigene IT-Team?

Christian Krause02.06.2020

Mit dem Wechsel in die Cloud fallen administrative Aufgaben weg und es entsteht Raum für Innovationen: ein guter Moment, um agile Ansätze wie DevOps und Scrum einzuführen oder zu vertiefen und die Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen zu optimieren. Klar ist: Die Cloud wird nur dann zur Erfolgsgeschichte, wenn die eigene IT-Abteilung an Bord ist und Cloud-Umgebungen kontinuierlich im Blick behält.

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Die eigene IT-Organisation kennt sich mit den individuellen Geschäftsanforderungen des Unternehmens meist am besten aus – ihr Input bleibt deshalb während und nach der Cloud-Migration wichtig. Allerdings ändert sich das Aufgabenspektrum: Statt sich etwa um Routineaufgaben rund um Standardlösungen zu kümmern, rücken jetzt neue Strategien und die Wertschöpfung für die Fachbereiche in den Vordergrund. Zunächst aber geht es mit dem Wechsel in die Cloud aber darum, typische IT-Probleme zu lösen, wie die Studie "Cloud Migration 2018" von IDG Research Services zeigt. So wollen 34 Prozent der befragten 330 IT-Entscheider geringere Ausfallzeiten realisieren, 32 Prozent mehr Sicherheit und 28 Prozent einen höheren Bedienkomfort erreichen. Zu den größten Herausforderungen zählen die Befragten neben dem Thema Sicherheit auch fehlende Mitarbeiter und Skills. Letzteres macht vielen CIOs mit Blick auf den reibungslosen IT-Betrieb Sorgen.

Neue Skills ja, Arbeitsplatzverlust nein

Die in den frühen Zeiten des Cloud Computing befürchtete Entlassungswelle für IT-Mitarbeiter hat sich in der Praxis nicht eingestellt. Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der unbesetzten IT-Stellen in Deutschland auf 124.000 unbesetzte Stellen mehr als verdoppelt, stellt eine aktuelle Untersuchung des Branchenverbands Bitkom zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte fest. Beim Umstieg auf Cloud-Konzepte brauchen IT-Spezialisten also in der Regel nicht um ihren Arbeitsplatz zu bangen. Dennoch gilt es wie bei jedem Strategiewechsel, die Mitarbeitenden ins Boot zu holen – nur so werden sie die nötige Motivation für komplexe Migrationsprozesse aufbringen.

Meist setzen Unternehmen ohnehin noch auf eine Mischung aus on-Premise, Private- und Public-Cloud. In diesen hybriden Umgebungen bleiben die IT-Skills weiter essenziell. Gerade bei Public-Cloud-Projekten sollte jedoch im Vorfeld eine Change-Management-Strategie entwickelt werden, damit alle Mitarbeiter wissen, welche neuen, zusätzlichen und hoffentlich kreativeren Aufgaben sie nach der Migration angehen können. Dazu gehören auch entsprechende Trainings- und Weiterqualifizierungskonzepte, um die benötigten Skillsets zu erwerben.

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Jetzt auf agile Methoden setzen

Die Cloud-Migration ist aber auch ein guter Einstiegspunkt, um in der IT agile Ansätze voranzutreiben – oder in agile Methoden einzusteigen, sofern dies vorher noch nicht der Fall war. Scrum hat sich mittlerweile als Best-Practice-Methode für IT- und Entwicklungsprojekte etabliert. Sie lohnt sich vor allem für die Unternehmen, in denen es viel Reibung zwischen IT und Fachabteilungen gibt. Mit cross-funktionalen Teams, die für ihren Projektfortschritt selbst verantwortlich sind und strukturierter Kommunikation zwischen Anwendern und IT-Experten, verbessert sich das Zusammenspiel in der Regel erheblich. Agilität ist zugleich die Grundlage, um auf veränderte Marktbedingungen flexibler und schneller zu reagieren und neue Anforderungen deutlich schneller umzusetzen. Dazu tragen das Arbeiten mit Meilensteinen, zwei- bis vierwöchige Sprints und gezielte Treffen wie Daily Stand-um, Review und Retrospective bei. Auch das Thema DevOps, also die Verbindung von Software-Entwicklung und Software-Betrieb, führt zu mehr Agilität. Die Fusion beider Bereiche, die traditionell getrennt sind, bringt deutliche Effizienzvorteile für die IT, erfordert jedoch eine organisatorische Neuausrichtung.

Migrationsprojekte in überschaubaren Schritten planen

Damit die Cloud-Migration erfolgreich über die Bühne geht und alle involvierten Mitarbeiter motiviert bleiben, muss vor allem der Planungshorizont stimmen. Monsterprojekte wirken gerade hier entmutigend – umso wichtiger ist es, gut abgegrenzte, überschaubare Projektschritte zu planen und Aufgaben sinnvoll zu priorisieren. In der Praxis hat es sich bewährt, für den ersten Schritt eine Anwendung zu wählen, die nicht geschäftskritisch ist und beispielhaft eine Anlaufphase zu durchlaufen. Hier könnten dann regelmäßige Treffen die lessons learned zusammenfassen. Auf dieser Basis kann das nächste Teilprojekt dann etwas größer ausfallen und von der guten Vorarbeit profitieren. 

Wie in allen IT-Projekten gilt auch beim Thema Cloud: Ohne Management-Unterstützung steht der Erfolg in Frage. Das bedeutet, die Geschäftsführung sollte bereit sein, die Experten aus der IT- und den Fachabteilungen für ein solches Projekt freizustellen. Ihr Wissen um Fachdetails, Prozesse und Altsysteme ist entscheidend, um eine Anwendung optimal in die Cloud zu migrieren, die Auslastung von Applikationen einzuschätzen und Ressourcen sinnvoll zu planen. 

Wachsam die Cloud-Kosten im Auge behalten

Nichts ist wichtiger für den nachhaltigen Erfolg des Cloud-Betriebs als das kontinuierliche Monitoring. Ihre Mitarbeiter sollten daher dauerhaft alle Parameter überwachen und messen. Hier ist es wichtig, neue Messkriterien und Prozesse zu entwickeln, denn es gibt große Unterschiede zwischen Cloud- und on-Premise-Betrieb. Während es bei Letzterem schnell ins Auge fällt, wenn ein Fachbereich plötzlich deutlich mehr Serverleistung verbraucht, ist das in der Cloud weniger transparent. Bucht die Fachabteilung per Mausklick gleich zehn Server oder neue Back-ups in anderen Verfügbarkeitszonen hinzu, ist das häufig nicht gleich erkennbar. Solche Probleme wahrzunehmen und dabei die Kosten im Blick zu haben, ist gehört zu den neuen Aufgaben der Unternehmens-IT.

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Author:
Christian Krause
Operations Manager, Cloud & IT Services