Digitalisierung

IT-Projekte bedeuten immer Veränderung

Christiane Eschberger18.06.2019
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Mut zur Veränderung

Das Wort „Veränderung“ ist nicht jedermanns Lieblingswort. Veränderung wird meistens in Verbindung gebracht mit Stress, Arbeit und vielleicht sogar Angst. Aber was ist mit den positiven Ereignissen, die daraus entstehen? Warum spricht man nicht von den besonderen Entwicklungen, die sich daraus ergeben? Am Ende des „Change“ Prozesses sind wir froh, dass Prozesse optimaler ablaufen, ich als Benutzer weniger Zeit brauche und es zusätzlich noch einfacher funktioniert als bisher.

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Was genau passiert in IT-Projekten?

Im Zuge von IT-Projekten kommt es immer zu einer Veränderung. Entweder es wird eine bestehende Software durch eine neue ersetzt oder ein manueller Prozess wird durch einen automatisierten Prozess ausgetauscht. Es ist unwahrscheinlich und auch nicht sinnvoll, dass die dahinter liegenden Prozesse identisch bleiben. Vielmehr müssen diese hinterfragt, vereinfacht und adaptiert werden. Somit ist die Veränderung in oder durch IT-Projekte unvermeidbar.

Nun waren die bisherigen Prozesse meist bereits gut eingeübt bzw. wurden "ungeliebte" Prozessschritte durch Workarounds umgangen. Alle Beteiligten haben auf ihre Art und Weise sichergestellt, dass die Prozesse stabil laufen.  Eine Veränderung – bei einem IT-Projekt ist das ein Impuls von außen - gefährdet diese Stabilität. Es entsteht Widerstand. Aber wie kann man diesen Widerstand vermeiden?

Widerstand ernst nehmen

Nehmen Sie in Ihren IT-Projekten das Auftreten von Widerständen als ein normales Ereignis an. Veränderung und Widerstand hängen untrennbar zusammen! Wenn bei einer Veränderung keine Widerstände auftreten, bedeutet dies, dass von vornherein niemand an die Realisierung glaubt. Nicht das Auftreten von Widerständen, sondern deren Ausbleiben ist Anlass zur Beunruhigung!

Veränderungen und Widerstand treten somit immer gemeinsam auf den Plan und müssen bearbeitet werden, um die dadurch entstehende Energie für die Umsetzung der Veränderung zu nutzen. Es klingt vielleicht paradox, doch im Widerstand sind oft hilfreiche Botschaften für die erfolgreiche Durchführung von Veränderungen versteckt. Man muss sie nur finden!

Aus diesem Grund ist es wichtig den Widerstand ernst zu nehmen und mit ihm zu arbeiten, statt dagegen anzukämpfen.

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„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“ Chinesisches Sprichwort. Veränderung hilft Unternehmen zu wachsen. Veränderung hilft Ihrem Unternehmen den dynamischen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

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Was können Sie in Ihrem nächsten IT-Projekt tun?

  • Betreiben Sie proaktives Erwartungs- und Stakeholdermanagement: So wird es möglich, Einflussfaktoren und Widerstände rechtzeitig zu erkennen und darauf professionell zu agieren.
  • Machen Sie die Betroffenen zu Beteiligten: Wenn man das Veränderungsziel versteht, den Eindruck hat, mitwirken zu können und selbst hinter der geplanten Veränderung steht, wirkt man auch proaktiv mit.
  • Schaffen Sie klare Rahmenbedingungen: Verwirrung und Unklarheit sind ein Nährboden für Gerüchte und Schwarzmalerei!  
  • Bauen Sie Vertrauen auf und leben Sie dieses vor: Wenn die Mitarbeiter das Gefühl haben, dass Informationen transparent sind und sie jederzeit Fragen stellen können, werden sie eher bereit sein, die Veränderungen durch das Projekt positiv zu sehen.
  • Setzen Sie iterative Schritte und Feedbackschleifen: Die Möglichkeit, seine Sichtweise einzubringen, hilft, die Veränderung zu akzeptieren!

Fazit

In einem Veränderungsprozess gibt es meist verschiedene Phasen, die Mitarbeiter durchlaufen. Zu Beginn herrscht oft rege Ablehnung, die Gerüchteküche brodelt und nur wenige möchten sich auf eine neue Zukunftsvision einlassen.  Als Führungskraft ist es daher das „Um und Auf“ sich situationsgerecht zu verhalten. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter ihre Meinung preiszugeben und regen Sie eine Reflexion aktiv an. Fragen Sie nach, um so Ablehnungen zu reduzieren.

Nehmen Sie sich Zeit Verständnis und Mitgefühl auszudrücken, denn Sie arbeiten mit Menschen und nicht mit Maschinen. Im Mittelpunkt steht der Mensch. Bieten Sie Ihre Unterstützung an, geben Sie Informationen und erklären Sie das „Warum“ dieser Veränderung. Ihre Mitarbeiter sollen sich begleitet fühlen, damit die Veränderung besser akzeptiert wird. Gemeinsam mit Ihrem Team sind Sie stärker und können so Perspektiven und Chancen aufzeigen. Schlussendlich liegt es an Ihnen, dass alle ein „Commitment“ zum Projekt geben. Loben Sie Ihre Mitarbeiter, fördern Sie ihre Ideen und stärken Sie die Kooperation in der Gruppe.

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