Industrie 4.0 & IoT

Ist Digitalisierung tatsächlich eine technische Disziplin?

Dietmar Winterleitner22.05.2017

Bis vor einigen Jahren habe ich als Trainer meines Faustballteams die Spielerpässe ausgedruckt und dem Schiedsrichter zur Verifizierung meiner Akteure vorgelegt. Heute passiert das alles online. Kein Vergessen der Pässe mehr und daher keine Strafverifizierungen aus dem Grund.

Ein einfaches Beispiel der Digitalisierung? Keine Rocket Science jedenfalls, wie Digitalisierung im Allgemeinen. Auf Wikipedia finden wir folgende Erklärung: „Der Begriff Digitalisierung bezeichnet allgemein die Veränderungen von Prozessen, Objekten und Ereignissen die bei einer zunehmenden Nutzung digitaler Geräte erfolgt.“

Digitalisierung ist kein neues Phänomen

Und tatsächlich ist Digitalisierung kein neues Phänomen. Einige sprechen von digitaler Revolution und haben damit vor allem Technologien wie

  • Augmented Reality,
  • Machine Learning,
  • Artificial Intelligence,
  • selbstlernende Programme, die punktgenaue Prognosen erstellen,
  • oder Produkte wie die HoloLens im Kopf.

Ich spreche eher von digitaler Evolution, werden Unternehmen doch mit zunehmend verfügbarer, leistbarer und einfach zu implementierender Technologie immer Digitalisierungs-affiner.

Diese Technologiesprünge bringen auch die lange ersehnten Mehrwerte für Unternehmen, die gut tun, bei ihren Digitalisierungsprojekten immer auf folgenden Aspekt zu achten: Kein Digitalisierungsprojekt um der Digitalisierung willen, nur um sich einen fortschrittlichen Anstrich zu geben. Der Nutzen ist entscheidend!

Grob unterscheiden wir 4 Bereiche, in denen ein Nutzen eintreten sollte:

  • Produkte
  • Mitarbeiter
  • Kunden
  • Prozesse

Ohne Mehrwert in einem dieser Bereiche zu generieren ist Digitalisierung nur eines: Selbstzweck!

Das bringt uns vom technischen Aspekt hin zum betriebswirtschaftlichen und sozialen Verständnis. Immer wieder wird der verständliche und sicher berechtigte Ruf nach vermehrter technischer Kompetenz bei Mitarbeitern laut und dabei zu Unrecht eine Begabung sträflich vergessen: Die Fähigkeit neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, neue Formen der Zusammenarbeit in der Entwicklung, geänderte Arbeitsmodelle oder bisher nicht etablierte Prozessabläufe zu gestalten. Themen, die nur am Rand mit technischen Fertigkeiten zu tun haben.

Denn erst durch die Begabung die Arbeitswelt anderer zu reflektieren, dadurch Potenziale in Zusammenarbeit unterschiedlichster Prozesse zu heben, Erleichterungen für Arbeitnehmer zu finden oder sich in Kundenabläufe zu denken um diese enger an Unternehmen zu binden, machen neue Technologien zu dem was sie sein sollen – Fortschrittsgaranten.

Damit werden Skills in sogenannten weichen Themen, soziale Intelligenz, Kompetenz und Empathie zunehmend wichtiger. Und das unter Berücksichtigung der „neuen“ digitalen Möglichkeiten.

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Über den Autor: Dietmar Winterleitner

Dietmar Winterleitner ist General Manager bei COSMO CONSULT und in Steyr tätig. Seine berufliche Karriere begann er als ERP-Consultant und Projektmanager, ehe er bei einem führenden Systemhaus als Management Consultant tätig war. Im Zuge dieser Aufgaben entwickelte er Kompetenz im Bereich Infrastruktur- und Applikations-Outsourcing. 2012 ereilte ihn der Ruf der FWI Gruppe und damit die Rückkehr ins ERP- und Unternehmenssoftware-Business.

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